Fuesse gefördert von EU, BMWK und SH 1290 280

Förderbescheid Wärmenetzerweiterung Hürup / Weseby-Süd

Info-Schild Weseby-Süd Fördernachweis EFRE LPWDiesmal hatte der Energiewendeminister Tobias Goldschmidt leider keine Zeit, uns den Förderbescheid persönlich zu überreichen. Wir freuen uns aber auch über die schriftlichen Glückwünsche aus dem Ministerium und dass wir nun die endgültige Zusage für unseren Bauabschnitt Weseby-Süd bekommen haben. Bereits Ende Juli 2025 wurde hierfür der vorzeitige Maßnahmenbeginn bewilligt - und das war ein ganz wichtiger Startschuss, da wir mit unseren Baumaßnahmen eng an die Vorgaben der Kanalsanierung gebunden sind. Diese zeitliche Abstimmung der Bauarbeiten spart nicht nur Kosten, sondern auch Ärger und Ressourcen. Umso mehr freut uns nun der endgültige Zuwendungsbescheid. Der Bewilligungszeitraum begann am 30.07.2025 und endet am 31.12.2026.

Die Wärmenetzerweiterung Hürup / Weseby-Süd beginnt südlich der Kreisstraße K90 beim Kaufmann EDEKA und erstreckt sich von dort 900 Meter in Richtung Norden bis zur Stichstraße Hisselholm. Ein wichtiger Meilenstein war die Querung der K90, die aufgrund der rechtzeitig erteilten Genehmigung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn in den Sommerferien 2025 durchgeführt werden konnte. Das Teilnetz Weseby-Süd verbindet das Hüruper Netz über die Transportleitung entlang des Osterfeldwegs mit der Konversionsfläche. Von dort aus sollen schließlich alle Netzabschnitte durch Solarthermie, Saisonalspeicher, eine Großwärmepumpe und Hackschnitzelkessel mit Wärme versorgt werden. Weseby-Süd ist auch der nächste Schritt in Richtung Lückenschluss mit dem Maasbüller Netz, zusammen mit dem nächsten Bauabschnitt Weseby-Nord, für das ebenfalls Fördermittel beantragt wurden. Die Wärmenetzerweiterung Hürup / Weseby-Süd wird gefördert aus dem Landesprogramm Wirtschaft 2021-2027 mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Der Zuschuss wird maximal 1 Million € betragen und damit 38,5 Prozent unserer voraussichtlichen Baukosten abdecken. Wir sind sehr dankbar für diese Möglichkeit, die uns das Land Schleswig-Holstein durch das Landesprogramm Wirtschaft 2021-2027 und die Europäische Union durch ihren Fonds bieten. 

#EFRE, #derechteNorden, #euinmyregion, #euvorOrt

sh de rgb bp EU KOFINANZIERT LANDESREGIERUNG 01

sh claim de sw einzeilig

Bundeskongress genossenschaftliche Energiewende 2026

2026 DGRV Berlin

In den letzten beiden Jahren waren wir sehr zurückhaltend mit der Teilnahme an Austauschformaten und Vortragsreihen, da die Arbeit am Leitungsbau und damit verbundenen Förder- und Finanzthemen absoluten Vorrang hat. Im Januar 2026 ist dann doch eine von uns nach Berlin zum Bundeskongress genossenschaftliche Energiewende gefahren, da wir die Möglichkeit hatten, auf dem Podium und vor ausgebuchtem Saal unsere Sicht auf genau diese Themen darzustellen und sie auch Vertreter*innen der Bundespolitik deutlich zu machen. Unser Hauptproblem sind die unterschiedlichen Zeitschienen, zwischen denen wir navigieren müssen: strikt vorgegebene, aber dennoch fragile Zeitpläne anderer Bauträger, z.B. die Gemeinde oder der Landesbetrieb Straße. Die Heizsaison, die sich einfach nicht an die Prüferfordernisse der Bank hält. Förderzeiträume und Ausschreibungsfristen. Kaputte Heizungen im Bestand, die ersetzt werden müssen, und Nachbarschaften, die sich noch nicht entscheiden konnten.

Nach dieser Schilderung bekam unsere winzige dörfliche Genossenschaft von Stephanie von Ahlefeldt (Bundeswirtschaftsministerium) "Nerven aus Stahlseilen" bescheinigt und deutlichen Respekt für unsere Arbeit ausgesprochen. Ein gutes Gefühl und für die wildbewegte Zukunft eine Ansprechpartnerin für unsere verlässlich wiederkehrenden Sorgen und Nöte. 

Einen Bericht vom Kongress findet Ihr zum Nachlesen hier: https://www.dgrv.de/news/bundeskongress-genossenschaftliche-energiewende-2026-so-war-es/

P.S. Kosten sind für die Genossenschaft nicht angefallen, alle Aufwendungen für die Reise wurden vom Veranstalter ausgeglichen. 

Stellenanzeige: Technisch begabte Person gesucht

Wir sind eine Genossenschaft mit Sitz in Hürup. Für die Versorgung unserer Mitglieder mit Wärme für Heizung und Warmwasser errichten wir ein Nahwärmenetz und erzeugen die erforderliche Wärme aus erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kopplung. Für unsere Heizanlagen suchen wir eine weitere liebevolle Betreuung. Wir haben bereits ein tolles, größtenteils ehrenamtliches Team, das mit vollem Einsatz dabei ist. Wir benötigen weitere Unterstützung, denn wir wachsen stetig.

Hier ein paar Eckdaten:

  • Voll- oder Teilzeit, Zeiteinteilung nach Absprache
  • Einsatzort: Gemeinde Hürup
  • Aufgabe: Betrieb und Wartung unserer Wärmeerzeugungsanlagen, momentan Holzhackschnitzelkessel und BHKWs, ab 2026 auch Solarthermie
  • Voraussetzung: Eine technische Ausbildung z.B. in den Bereichen Maschinenbau, Heizungsbau, Elektrik, etc. von Vorteil, technisches Verständnis erforderlich
  • selbstständiges Arbeiten
  • Arbeitsbeginn 1. Dezember
  • unbefristeter Vertrag

Melden Sie sich gerne unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., persönlich in unserem Büro in der Hauptstraße 40, Hürup (dienstags 9-12 Uhr, donnerstags 17-20 Uhr), oder telefonisch unter 04634-9365628 (AB). 

Preiserhöhung zum 01.01.2026

Frei nach August Kopischs Gedicht "Die Heinzelmännchen zu Köln" klagen auch wir: "Wie war zu Hürup es vordem / im Wärmenetz doch so bequem"... selbst in der Energiekrise 2022 blieben unsere Preise stabil, wofür viele Hei(n)zelleutchen in Gestalt unserer Ehrenamtlichen sorgten. 
Nun müssen wir die zweite Preiserhöhung in der zehnjährigen Geschichte der Wärmegenossenschaft hinnehmen. Hier erklären wir die Hintergründe:

Auf der Generalversammlung am 8. Mai 2025 informierte der Vorstand über die Preiserhöhung, die zum 1. Januar 2026 in Kraft tritt. Lange wurde dieses Thema intern besprochen und verhandelt, bevor das Vorstandsteam diesen Beschluss fassen musste, um ihn Euch dann auf der Generalversammlung zu präsentieren.

Musste? Ja, das Vorstandsteam musste die Preiserhöhung beschließen, weil dies eine der vielen Bedingungen unserer finanzierenden Bank für die Finanzierungszusage für den nächsten Bauabschnitt war. Dieser nächste Bauabschnitt, die Transportleitung zur Konversionsfläche, ist notwendig für die Umsetzung des Gesamtkonzeptes und erforderlich für die Verbesserung des operativen Ergebnisses. 

Das ist schwierig für uns alle. Aber wir schließen das Gedicht nicht resignierend wie Kopisch mit den Worten "Ach, daß es noch wie damals wär! / Doch kommt die schöne Zeit nicht wieder her!"denn wir wissen, die Solarthermie kommt in nicht allzu ferner Zukunft, die heute sehr hohen Investitionen werden abbezahlt, und gemeinsam bauen wir eine sinnvolle lokale Infrastruktur für uns alle. Wir freuen uns darauf. 

Fernwärmeveröffentlichungspflicht: Preisgleitklausel April 2025

Wir sind verpflichtet, Euch Genoss*innen und allen anderen Interessierten unsere geänderte Preisgleitklausel mitzuteilen. Wir mussten diese Klausel ändern, da die bisher zugrundeliegenden Indizes nicht mehr existieren.